Kategorie-Archiv: Fotoblog

Ambo / Ostern

Haupstraße

Am Freitag war Karfreitag und damit frei. Das haben wir genutzt und sind nach Ambo gereist, die Stadt in der auch das überall in Flaschen zu erhaltene Mineralwasser abgefüllt wird.

Unser Zelt Trotz ehrgeiziger Pläne, sehr früh aufzustehen, waren wir „erst“ gegen acht Uhr an der Fernbus Station in Addis. Leider gab es dort keinen Bus nach Ambo (mehr) ?, somit sind wir zur nächsten Busstation und saßen dort eine weile in zwei verschiedenen Minibussen, die leider beide erstmal nicht losfuhren, weil sie auf irgendwelche Papiere warteten. Schließlich fanden wir dann doch einen Minibus. Die Straße nach Ambo ist mittlerweile sehr gut ausgebaut und somit erreichten wir für je 30 Birr ca. zweieinhalb Stunden Ambo.

SchlossereiWir haben uns dann erstmal am Pool des A.E. Hotel Zelte gemietet und den Rest des Tages in Mineralwasser verbracht. Außerdem hab ich kurz auf dem Markt vorbei geschaut … dort konnte man auch Billard spielen, haben wir aber nicht.

Schuhe: 60 Birr im Dutzend.

Schöne Brücke, unschöner Müll. Weiter Links gabs auch ein totes Schwein zu sehen ;-)

Samstags gings es mit einem Minibus für 500 Birr zum Wenchi Krater, einem Vulkan-See. Leider mussten wir uns morgens nach einem anderen Hotel umschauen, da einige Mitarbeiter des A.E.H. scheinbar auch dem Rassismus manchmal in Äthiopien vorzufindenden Rassismus verfallen ist: Ausländer (wie ich einer bin) werden bevorzugt behandelt, Einheimische Hotelgäste werden erstmal nicht ins Hotel bzw. zum Zelt gelassen.

Horseview

Zuerst haben wir die wundervolle Aussicht „von ganz oben“ auf den See genossen, dann ging es größtenteils auf Pferden runter zum See. Dort sind wir dann mit dem Boot zu einer der Inseln gefahren, auf der es eine Kirche gibt. Die habe ich allerdings nicht besucht. Stattdessen haben uns auf der Insel Lebende Einheimische aufgrund von Fasika (Äthiopisches Ostern) Honig angeboten.

Ein Boot.. das Touristenboot war moderner ;-)

Nach einer weiteren Boottour ging es dann wieder mit Pferden, durch das herrliche Tal, durch verschiedene kleine Bäche und vorbei an einem Wasserfall zurück zum Ausgangspunkt und mit dem Bus nach Ambo.

Nach einem coolen Abend im Club und einer viel zu kurzen Nacht, da Sonntags gegen ca. 4:30h morgens relativ viele Leute den Einfall hatten, aufgrund des Osterfestes mit Fackeln durch die Straßen zu ziehen und Halleluja zu singen, ging es dann zurück nach Addis.

Warmes Mineralwasser für’s Pferd

Hot Pool

Österlicher Fackelzug

Hier wieder ein paar Panorama-Aufnahmen:

Wenchi Lake

Wenchi Crater

Tag 2 – Arba Minch: Krokodil Markt

Ablegestelle: Fischerhafen

Nachdem sich die Krokodil-Farm als Reinfall heraus gestellt hat (50 ETB Eintritt für Ausländer, 3 für Einheimische) haben wir uns am späten Nachmittag noch eine Bootstour organisiert. In der Fischerei konnten wir ein Boot für 300 ETB bekommen mit dem es dann zur einer Insel auf dem Lake Chamo ging. Diese Insel wird „Crocodile Market“ genannt. Wieso? Weil die Krokodile dort in rauen Mengen herumliegen, als würden sie zum Verkauf angeboten. Vielmehr sind sie es aber, die sich hier mit Lebend-Lebensmitteln versorgen.

Krokodil in der Abenddämmerung

Ansonsten gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer: Nilpferde, ein paar kleinere Krokodile, eine wunderschöne Aussicht auf dem See und plötzlich, bei erreichen der eigentlichen Insel: Krokodile, Krokodile, Krokodile, wohin das Auge scheint. Einige von ihnen lagen regungslos und mit weit geöffnetem Maul am Strand. Manche sind ins Wasser und sahen in unserem Boot wohl ein lohnendes Ziel.

Bilianz: Alle Finger und Gliedmaßen sind noch dran!

Crocodile Market

Hippo-Versteckspiel

Fischerboot beim Blitzstart

Der Süden Äthiopiens: Tag 1 – Addis Ababa to Arba Minch

Wer sich gewundert hat, wieso ich die letzten Tage fast nicht erreichbar war: Das lag daran, dass ich mit Freunden sechs Tage lang im Süden Äthiopiens unterwegs war.

Lunch in Sodo

Zu diesem Zweck hatten wir einen Toyota Landcruiser samt Fahrer gemietet.

Wir sind gegen 7:30h, also 1:30 äthiopische Zeit in Addis los.

Es ging dann über Debre Zeit und Nazret, vorbei am Langano Richtung Arba Minch.

Mittagspause gabs in Sodo in einem traditionellen Restaurant. Wir haben zu fünft unter 50 Birr gezahlt (momentan ca. 3,50 EUR).

Haus mit SatTV

voll beladenes Taxi (Minibus)

Die Anzahl der Verkehrsunfälle an denen wir vorbei gefahren sind, hielt sich zum Glück in Grenzen. Trotz der vielen Izuzu Trucks die alles mögliche, aber oft Chat (Gesprochen: D’schad, eher harmlose aber dafür sehr verbreite Droge mit aufputschender Wirkung) transportieren. Da das Chat ohne Kühlung relativ schnell unbrauchbar wird, stehen die Fahrer unter entsprechendem Druck, was diesen Trucks den in äthiopien umgangsprachlich üblichen Namen „al-Qaida” beschert hat: Bei den vielen Unfällen dadurch verursacht werden, entsteht oft entsprechend großer Schaden.

Isuzu Truck - auch bekannt als “al-Qaida”

Unterwegs gab es auch noch ein paar Sandstürme zu beobachten.

Sandsturm

Schließlich habe ich dann noch ein Panorama Foto unterwegs von der Landschaft erstellt: Es war (außer uns) keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Einfach toll.

Road-Panorama

Making of Panorama

In Arba Minch

Arba Minch bedeutet „40 Quellen“ und hat einen relativ großen Flughafen sowie eine Uni. Entsprechend viele Studenten liefen auf der Straße rum als wir in die Stadt hereingefahren sind.

Nachdem wir uns im Hotel eingerichtet hatten, sind wir noch in die nächstbeste Tej Kneipe. Tej (gesprochen T’ädsch) ist äthiopischer Wein aus Honig, wobei jedoch bei der Herstellung leider oft Wasser beigemischt wird um Kosten zu sparen. Zuerst waren wir etwas schockiert über den Preis von Sälsa (60) pro „Glas“ was sich jedoch glücklicherweise als 60 Cent (0,04 EUR) statt 60 Birr (4 EUR) herausgestellt hat 😉

Weg zum Hotel